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Kirstenbosch auf neuem Weg erkunden.

Über den Wipfeln der Bäume entlang der Boomslang.

Was soll mir das sagen, fragt sich wahrscheinlich so mancher! Die Boomslang ist eine extrem giftige afrikanische Baumschlange, jedoch kaum bekannt, da sie aufgrund ihrer Scheu und ihres überwiegenden Aufenthalts in höherer Vegetation kaum bekannt ist. Und doch hatte sie für die Errichtung des Centenary Tree Canopy Walkway bei den Verantwortlichen des Kirstenbosch Botanic Garden den entscheidenden Einfluss gegeben. Denn dieser seit Mai 2014 neue Erkundungsweg auf Höhe der Baumwipfeln gibt den Besuchern herrliche Ausblicke auf die Gartenanlage, die umliegenden Berge sowie auf die Cape Flats und schlängelt sich gemäß der Boomslang entlang auf bis zu 12 Meter Höhe über dem Boden. Dem einen oder anderen mag dieser Fußmarsch so vorkommen, als ob er sich auf einem Schiff befinden würde, denn die Konstruktion ist so gestaltet, dass sie beweglich ist und mitschwingt und so ist man doch irgendwie froh nach ca. 130 Meter Länge wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Boomslang hier auch tatsächlich beheimatet ist. Nur, wie uns die erfahrene Führerin beruhigte, eben nicht zu sehen, da sie sehr scheu ist und daher auch keine Gefahr für die Besucher darstellt.

Kirstenbosch GardenSo wie die Erhaltung des Botanischen Gartens, so wurde auch diese Brücke alleine durch Eintrittsgelder und aus Nachlässen von Wohltätern finanziert. Und so lässt sich auch erklären, dass derzeit nur 36 Gartenarbeiter für die Pflege der riesigen Anlage von ca. 36 Hektar verantwortlich sind. Eine immense Arbeit, wenn man bedenkt, dass dieser Botanische Garten sich zur Aufgabe gemacht hat, die einheimische Pflanzenwelt von ca. 7.000 Pflanzenarten der Kapregion zu bewahren. Unter der typischen Fynbosvegetation ist dabei die südafrikanische Nationalpflanze, die Protea, in all’ ihren Ausprägungen ein begehrtes Fotoobjekt bei den Besuchern.

SunbirdNicht zu vergessen ist neben der überwältigenden Vielzahl an Flora die Fauna im Kirstenbosch Garten. Viele der nachtaktiven Tiere wie der Kap-Fuchs, das Kap-Stachelschwein oder der Wasser-Mungo sind zwar kaum zu sehen, dafür sind jedoch von den über 125 Vogelarten zahlreiche zu sichten. Die kleinen Sunbirds mit ihrem bunten Gefieder sind dabei lustig zu beobachten, wie sie den Nektar aus den Pflanzenkelchen holen und um die Blüten herumspringen. Ein Besuch im Kirstenbosch Botanic Garden, der mit seinen gut 100 Jahren zwar noch sehr jung, in seiner Gestaltung jedoch einzigartig ist, sollte bei Ihrer Südafrika-Reise nicht fehlen. Es lohnt sich, eine geführte Tour mitzumachen, denn dabei erfährt der Besucher nicht nur Wissenswertes über Flora und Fauna, sondern erhält auch historische Informationen über Menschen, die den Garten wesentlich geprägt und den heutigen Zustand ermöglicht haben. Die Führungen finden Montag bis Freitag um 10 und 14 Uhr, am Dienstag zusätzlich um 11 Uhr sowie am Samstag um 10 Uhr statt.

Sommerkonzerte 2017/18.

Die jährlichen Sommerkonzerte gehören zum berühmtesten Spektakel des Gartens. Die außergewöhnlichen Open-air-Konzerte beginnen in dieser Saison am 11. November 2017 mit Yusuf Cat Stevens und finden jeden Sonntag bis zum 1. April 2018 statt. Hier geht’s zum Konzertkalender. Wer einmal an einem der Konzerte teilnahm und mit Familie oder Freunden dabei ein gemütliches Picknick verbrachte, weiß wie vergnüglich so ein Sonntag verlaufen kann.

 

Schwindelfreier Ausblick!

Die Silhouette, die zum Markenzeichen wurde.

Der Tafelberg ist nicht nur imposantes Wahrzeichen Kapstadts, sondern zählt auch zu den modernen Sieben Weltwundern der Natur. Es scheint, als gehe seit Urzeiten eine besondere Magie von diesem Berg aus und so wundert es auch nicht, dass sich viele Mythen und Geschichten seit alters her um diesen Berg ranken. Majestätisch prägt er das Bild der Stadt und legt Zeugnis ab von der Macht der Zeit und der Erhabenheit der Natur.

Tafelberg shutterstock_218004820

Wer sich dann daran macht zu planen, wann und auf welchem Wege er sich auf das Plateau des Tafelberges begeben möchte, der sollte zum einen das Wetter beobachten und zum anderen überlegen, welchen Grad der Schwindelfreiheit er mitbringt. Denn die Gondeln fahren nur bei klarer Sicht mit wenig Wind, weshalb es auch nicht möglich ist, Reservierungen vorzunehmen. Im Sommer sind sie von 8 bis 20 Uhr in Betrieb. Die modernen Gondeln, die von den Capetonians den Spitznamen „Fondue-Topf“ erhalten haben, drehen sich während der 1.224 m langen, 7-minütigen Auffahrt um ihre eigene Achse und gewähren herrliche Ausblicke auf die Stadt, die Hausberge des Tafelbergs und die Tafelbucht.

Sportliche, die die schwindelerregende Auffahrt nicht zwingend erleben möchten, wählen einen der ausgeschriebenen Wanderwege. Der am wenigsten anstrengende 7 km lange Pipe Track beginnt nahe dem Kloof-Nek-Kreisel und folgt den Wasserrohren – daher auch sein Name.

Welchen Weg hinauf auf das Plateau Sie auch immer wählen, oben auf dem Tafelberg angekommen werden Sie mit überwältigenden Rundblicken belohnt.

 

Foto: Tafelberg in Wolken / orangecrush / Shuttertstock

Foto: Kapstadt vom Tafelberg / Hannes Thirion / Shutterstock

Groot Constantia Museum

Constantia Weinroute

Tradition trifft Moderne und lädt ein zum Genießen und Verweilen.

An den Südhängen des Tafelberges liegt Constantia, eines der nobelsten Wohnviertel Kapstadts und zugleich älteste Weinregion in Südafrika. Neben historischen kapholländischen Herrenhäusern trifft man auf ultramoderne Architektur. Sie werden sich zurückversetzt fühlen in eine längst vergangene Zeit und zugleich zeitgenössischem Lifestyle und Design begegnen – gerade dieses Wechselspiel lässt eine beschwingte Atmosphäre des Seins entstehen. Irgendwie scheint hier die Zeit langsamer zu laufen und fordert geradezu dazu auf, sich intensiv auf sie einzulassen. So lässt sich der Besucher nur zu gerne verlocken, die edlen Tropfen zu verkosten, die auf den fünf historischen Weingütern STEENBERG, CONSTANTIA UITSIG, BUITENVERWACHTING, KLEIN CONSTANTIA und GROOT CONSTANTIA gereicht werden. Und es überrascht auch nicht, hier preisgekrönte Restaurants mit Spitzenköchen anzutreffen, die zu den Besten Südafrikas zählen. Dazu jedoch mehr in einem separaten Bericht.

Groot Constantia – eine idyllische Oase.

In diesem altehrwürdigen Weingut verbrachte Simon van der Stel, der erste Gouverneur der Kapkolonie, bis zu seinem Tod im Jahre 1712 seinen Lebensabend. Heute erinnert eine prächtige Eichenallee an ihn, die er anpflanzen ließ in der Hoffnung, mit dem Holz Weinfässer herzustellen. Da die Bäume jedoch viel zu schnell wuchsen, waren sie für den Bau von Eichenfässern nicht geeignet.

Genauso beeindruckend ist die weitläufige Parkanlage, in der sich zahlreiche Eichhörnchen tummeln und die zum Lustwandeln einlädt. Folgen Sie dem Schild mit der Aufschrift „Pool“ und lassen Sie sich überraschen. Nahe den höher gelegenen Weinhängen hat sich ein illustrer Bewohner aus früheren Zeiten einen runden Pool aus Gips und Steinen erbauen lassen, der vom griechischen Wassergott Poseidon über eine Posaune mit frischem Quellwasser gespeist wird. Und mit etwas Vorstellungsvermögen lässt sich erahnen, wie dieser von Büschen umgebene Ort einst Entspannung und Erfrischung an heißen Tagen bot.

Bevor Sie das Weingut verlassen, sollten Sie unbedingt vom Garten des Jonkershuis Restaurants einen Blick in die Ferne werfen, dorthin, wo am Horizont das Land auf das Meer trifft – eine herrliche Aussicht.

Baboons Simon's Town

Vorfahrt gewähren und die Kamera bereit halten

Tierisches Spektakel kurz hinter Simon’s Town

Die nicht zu übersehenden Schilder mit der Aufschrift “Be aware of the baboons” begegnen einem auf der Kap-Halbinsel an mehreren Stellen – mit gutem Grund. Denn hier leben zahlreiche Paviane, die durch die Gegend streifen. Und so sieht‘s dann aus, wenn eine Pavianfamilie in Richtung Kap der Guten Hoffnung spaziert. Dank der begleitenden Ranger ist hier alles im Griff. Nur sollte man stets Vorsicht und Abstand walten lassen, denn es kommen immer wieder Übergriffe auf Touristen vor. Es ist daher klug, die Fenster und Türen geschlossen zu halten und die unter Naturschutz stehenden Paviane ihres Weges ziehen zu lassen. Und sollte dann doch der eine oder andere Tourist meinen, diese Tiere füttern zu müssen oder sonstige Aktionen mit ihnen zu veranstalten, dann greifen Sie bitte beherzt ein und verweisen auf die Folgen dieses Handelns. Denn die Paviane passen sich einfach nur an. Sie sind sehr clevere Tiere und gute Beobachter. Und so gehen leider die Angriffe der Paviane zumeist auf ursprüngliches Fehlverhalten der Menschen zurück.

Die kleinen Bewohner von Boulder’s Beach

In keinem Kapstadt-Pinguine am Bolders BeachReiseführer fehlen die Fotos der kleinen Brillenpinguine von Boulder’s Beach. Und es ist immer wieder ein heiteres Erlebnis, diese Pinguine in ihrer Felskolonie zu besuchen und die Kleinen zu beobachten, wie sie da herumwatscheln, brüten oder ihre Nachkommen versorgen, ein entspanntes Bad im Ozean nehmen und dabei stets einen Blick auf ihre Brut haben. Um diese ca. 2.500 Pinguine, mit wachsender Tendenz, erleben zu können, ohne zu sehr in deren natürliche Lebenswelt einzugreifen, führt ein Steg entlang der Felslandschaft. Er ermöglicht den Besuchern einen beeindruckenden Einblick in das Leben dieser Pinguinkolonie und schützt zugleich die Tiere weitestgehend vor der Außenwelt.

Bei so viel Erlebnis schleicht sich dann auch ganz bald der Appetit für einen Snack zwischendurch ein. Und wer dabei ganz entspannt auf das Meer blicken und sich mit köstlichem Seafood verwöhnen lassen möchte, der sollte nur wenige Minuten entfernt im Black Marlin haltmachen. Mit etwas Glück kann man hier von Juli bis November zudem in der False Bay Wale beobachten, die sich nahe der Küste tummeln.

 

Foto Boulder’s Beach / Neil Bradfield / shutterstock

 

 

Old Biscuit Mill

The Old Biscuit Mill

Die einstige Keksfabrik ist heute ein Eldorado für Feinschmecker …

Jeden Samstag ab neun Uhr öffnet der Neighbourgoods Market in der Old Biscuit Mill, der eindeutig beliebteste und coolste Markt in Kapstadt, seine Tore, und es dauert nicht lange, bis eine Heerschar kulinarisch verwöhnter Leckermäuler das Gelände bevölkert. Sei es, um aus dem kaum überschaubaren und reichhaltigen Angebot an regionalen, hausgemachten und biologischen Produkten den Kühlschrank fürs Wochenende zu füllen, oder sei es, um sich mit Freunden zum Brunch zu treffen und den Nachmittag zu verbummeln. Eines ist sicher, der appetitliche und alle Sinne betörende Augenschmaus, der einem überall begegnet und förmlich auf einen zuweht, macht es schwer, seine Wahl zu treffen. Das beste Rezept: Sich einfach betören lassen vom Anblick und dem Duft der Leckereien und dann kurzerhand zugreifen.

… und für Liebhaber afrikanischen Designs.

Und wer dann seine kulinarischen Bedürfnisse gestillt hat, der kann sich “verlieren” in all den zahlreichen kleinen Läden, die von Kuriositäten, anspruchsvollem Design bis hin zu perfekter Handwerkskunst einen erneut verlocken und begeistern. Wer sich den Werken und Kreationen der Künstler und Designer jedoch intensiver widmen will, der sollte lieber unter der Woche entlang der Albert Road und der Sir Lowry Street bummeln. Frei vom Samstagstrubel herrscht dann eine relaxte Atmosphäre ohne Gedränge. Auf diesem inspirierenden und erlebnisreichen Design Walk kann man mit viel Muse in die kreative Szene eintauchen. Ein Besuch in der Galerie WHATIFTHEWORLD sollte dabei nicht fehlen.

Braai

Südafrikas Grillkultur

Eine Einladung zum Braai heißt Grillen mit Freunden und jede Menge Spaß!

Der 24. September ist Nationalfeiertag in Südafrika. Einst wurde dieser Tag zum Gedenken an den legendären Zulu König als Shaka Day gefeiert. Mit dem Ende der Apartheid wurde er zum Heritage Day ausgerufen, an dem die Vielfalt, Kultur und Tradition Südafrikas gefeiert wird. Eine Medienkampagne sorgte 2005 für Aufsehen, da sie den Feiertag zum National Braai Day ausrufen ließ, was nicht bei jedem Südafrikaner auf Zustimmung stieß. Daher wurde später die Kampagne in Braai4Heritage umbenannt und Erzbischof Desmond Tutu zum Schirmherrn erkoren. Er stellte seinerzeit treffend fest, dass es in Südafrika zwar elf offizielle Landessprachen gibt, jedoch nur ein Wort für diese traditionelle Form des Grillens: BRAAI.

So wartet also der kommende Mittwoch wieder landesweit mit zahlreichen Einladungen zu Braais auf. Ein typisches Braai beginnt mit dem Feuermachen und endet erst nach vielen Stunden. Dabei hat der Braai Master die Obhut über die Grillzange und bestimmt, wann das Fleisch zu wenden und wann es fertig ist. Neben der traditionellen Boerewors stehen Steaks vom Springbock, Kudu oder vom Rind, aber auch Lamb Chops auf der Liste. Allerdings steht im Mittelpunkt jedes Braais die Geselligkeit und die Freude am Feiern.

Ein köstlicher Begleiter zum Fleisch ist ein Butternut Kürbis, der beim Grillen aromatische Röststoffe entwickelt. Hier zwei Rezeptideen:

Einen kleinen Butternut Kürbis ungeschält mittig in zwei Hälften durchschneiden, die Kerne entfernen und mit einer Marinade füllen. Anschließend in Alufolie wickeln und direkt in die Grillkohle geben. Sobald er sich weich anfühlt, ist er essfertig und kann direkt aus der Kürbisschale gelöffelt werden. Der Kürbis kann auch geschält, in dicke Scheiben geschnitten und dann, in eine Marinade eingelegt, wie ein Steak gegrillt werden.

Marinade: Ähnlich wie zum Fleisch kann die Marinade für den Kürbis ganz nach Belieben zubereitet werden. Ich mische da gerne in das Olivenöl Ingwer, Knoblauch, Fenchel, Chili, Thymian, Oregano, Rosmarin, Nelken, Zimt, Kardamom, Zitronensaft, Ahornsirup und schmecke es dann je nach Laune schärfer oder süßlicher ab.

 

Foto: Abraham Badenhorst / Shutterstock

 

Vergelegen

Grandezza in voller Blüte

Das Weingut VERGELEGEN

Im Sommer wirkt der Garten von VERGELEGEN wie verzaubert, und die herrschaftliche Pracht des Anwesens, das unter Kulturschutz steht, kommt dann besonders grandios zur Geltung. Das über 300 Jahre alte historische Herrenhaus gewährt einen beeindruckenden Einblick in die Lebenswelt der damaligen Zeit. In der bezaubernden Parkanlage sind neben den Rosen- und Kräutergärten chinesische Kampferbäume zu bestaunen, deren Stämme mehrere Meter dick sind. 1942 wurden die fünf verbliebenen Riesen zum Nationaldenkmal erklärt. Sie werden voraussichtlich noch weitere 150 bis 200 Jahre leben. Bei den anderen Kampferbäumen auf dem Anwesen handelt es sich um Sämlinge dieser fünf prächtigen Arten.

… vereint Tradition und Moderne.

Garten Vergelegen

VERGELEGEN steht aber auch für echte Charakterweine mit einzigartiger Handschrift, für die seit 1998 der Weinmacher André van Rensburg verantwortlich ist. Das komplexe Bouquet und zugleich die Sanftheit des VERGELEGEN V lassen diesen preisgekrönten Cuvée zu einem wahren Genusserlebnis werden. Auf VERGELEGEN werden die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Chardonnay, Merlot, Sangiovese, Sauvignon Blanc, Semillon und Shiraz angebaut, deren Trauben zu erstklassigen Rot- und Weißweinen verarbeitet werden.

Ein architektonisches Meisterstück stellt der Weinkeller auf VERGELEGEN dar, den Architekt Patrick Dillen entworfen hat und der 1992 eröffnet wurde. Die imposante achteckige Form des Kellers spiegelt den achteckigen ummauerten Garten wider, den Willem Adriaan van der Steel 1700 anlegen ließ. Der Keller ist in vier Produktionsebenen eingeteilt, wobei nur die oberste Ebene, in der die Traubenannahme erfolgt, über der Erde liegt. In den drei unter der Erde liegenden Plattformen befinden sich die Rotweinvergärung, die Weinpressen, die Tanks und die Abfüllanlage. In der untersten und kühlsten Ebene lagern die Holzfässer.

Das Weingut liegt nahe Somerset West und ist von Kapstadt aus in nur knapp einer Stunde mit dem Auto erreichbar. Auf einer unserer Touren werden wir dieses herrschaftliche Anwesen besichtigen. Lassen Sie sich bereits jetzt faszinieren von dem Ambiente und der besonderen Aura von VERGELEGEN.

Ein Event der besonderen Art: STARLIGHT CLASSICS 2017

Am 3. und 4. März 2017 findet unter Sternenhimmel ein klassisches Konzert mit lokalen Interpreten im Garten von VERGELEGEN statt. Karten können hier gebucht werden. Das Konzert beginnt um 19:30 h und dauert ca. 3 Stunden.

 

Werkstatt Andile

Woodstock! Cape Town?

Live Design. Transform Life.

Objekte_Andile

So heißt das Motto, mit dem sich Kapstadt 2014 als Weltdesignhauptstadt präsentiert. Zentrum zahlreicher Projekte ist Woodstock. Das einstige Elendsviertel hat sich gemausert und ist heute kreativer Schmelztiegel Kapstadts. Entlang Sir Lowry Street und Albert Road lässt sich ein Design Walk erleben, bei dem man zwischen Kunst, Kommerz und Spitzengastronomie den afrikanischen Spirit spüren kann, der durch die Ateliers und Shops weht.

Mit dem WDC14 (World Design Capital) hat sich Kapstadt anspruchsvolle Ziele gesetzt. Über 460 ausgewählte Projekte rund um Architektur, Stadtplanung, Innenarchitektur, nachhaltiges Design, Industriedesign und Kommunikationsdesign sollen dazu dienen, den Lebensraum nicht nur schöner und lebenswerter zu gestalten, sondern vor allem soziale und wirtschaftliche Veränderungen herbeizuführen und gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen dabei lokale Einflüsse und Nachhaltigkeit, die das alltägliche Leben verbessern und über das Designjahr hinaus Projekte anschieben sollen, die die Stadt und die Gesellschaft zudem langfristig verändern können.

Ein Kunsterlebnis – das Atelier von Andile Dyalvane.

Schalen_AndileIn der Old Biscuit Mill trifft man einige der innovativsten Künstler und Designer Südafrikas. In einem kleinen Atelier fertigt Andile Dyalvane unter seinem Label „IMISO“ ausgefallene Tonarbeiten, mit denen er gemäß „Lebe Design. Verändere Leben.“ seinen Teil zum Weltdesignprogramm beiträgt. Hier fällt es leicht, sein “Objekt der Begierde” zu finden und es als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Erfahren Sie mehr über seine Arbeiten und seine Werke auf seiner Webseite.

Seine außergewöhnlichen und aufwendig gestalteten Vasen, Schalen und Platten vermitteln ein eindrucksvolles Bild von der Vielfalt seiner Inspirationen. Neben Einflüssen aus der Xhosa-Kultur sind sie geprägt vom urbanen Umfeld, aber auch von Künstlern wie Pablo Picasso, wie in seiner Collection Africasso überzeugend präsentiert.

Pablo Picasso sagte einst: “The meaning of life is to find your gift. The purpose of life is to give it away.” Es scheint, als bewege sich Andile Dyalvane auch in dieser Hinsicht auf den Spuren Picassos.

Über den Künstler.

Schaufenster_Andile

Andile Dyalvane wurde 1978 im Eastern Cape, Südafrika, geboren. Bereits als Junge fertigte er aus Lehm zum Zeitvertreib Tierfiguren an. Später schrieb er sich am Sivuyile Technical College in Gugulethu, Kapstadt, zum Kunststudium ein und absolvierte als Klassenbester. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Arbeiten erhielt er ein Stipendium und schrieb sich an der Nelson Mandela Metropolitan Universität in Port Elisabeth ein. In 2003 schloss er ein Keramik-Design Studium erfolgreich mit Diplom ab.

Seine Leidenschaft für das Arbeiten mit Ton beschreibt er so: „Mein Interesse an der Arbeit mit Ton ist die Fähigkeit etwas Schönes, Wertvolles und Nützliches aus einem unförmigen Stück Erde zu machen, das so nichts wert ist. Ton ermöglicht es mir, mich auszudrücken, während ich die Richtung, in die ich gehen möchte, beeinflussen kann. Es fasziniert mich, dabei mit den vier Elementen des Lebens zu arbeiten: Erde, Wasser, Feuer und Luft. Ich mag den Prozess der Formung, indem ich ein Stück Erde in eine perfekte Form bringe. Die Formen meiner Keramikobjekte sind von den traditionellen Artefakten der Nguni inspiriert. Die anmutige Einfachheit dieser Formen ist klassisch und es ist eine Ehre für mich, sie in zeitgenössischen Kunstwerken für einen modernen Lebensstil zu interpretieren.“

Sunset at Camps Bay

Sundowner am Kap

Sonnenuntergang in Camps Bay

Je nach Stimmung lässt sich diese faszinierende Atmosphäre inmitten des beschwingten Geschehens an der Promenade erleben, oder auf der „eigenen Terrasse“ in entspannter Beschaulichkeit. Es ist Sundowner-Zeit. Darf‘s ein Cosmopolitan sein, oder lieber ein prickelnder Cap Classique? My favorite: Haute Cabrière Pierre Jourdan Brut.

Cosmopolitan-Rezept:
4 cl Wodka (Absolut Citron), 1,5 cl Cointreau, 1,5 cl Limettensaft, 3 cl Cranberrysaft. Alle Zutaten im Shaker mit 4 Eiswürfeln kräftig schütteln und durch das Barsieb in ein Martiniglas abseihen, das zuvor im Eisfach kurz gefrostet wurde. Den Rand des Glases mit einer Limettenschale abreiben und mit einer Limettenscheibe garnieren.

… das auch tagsüber nicht mit Reizen geizt.

Cosmopolitan_Camps_BayWie lässt sich dieser Ort mit dem herrlichen weißen Sandstrand und der Promenade, mit all den trendigen Shops, Restaurants und Bistros beschreiben, ohne den Vergleich mit der Côte d’Azur zu bemühen? Denn dieser exotische Mix aus südafrikanischem und europäischem Lifestyle versprüht seinen eigenen unverwechselbaren Charme. Natürlich sind hier auch diejenigen zu finden, die gesehen werden wollen in ihren sportlichen Ferraris, Porsches und sonstigen Luxuskarossen. Und ja, natürlich finden diese eine gerade frei werdende Parklücke vor dem Caprice – Magie oder wie geht das? Um dann mit ihrer ganzen Entourage von jungen, blonden, langhaarigen Mädels auszusteigen und einzufallen. Und doch sind da auch die anderen Besucher, die völlig relaxt und entzückt diesem Treiben zusehen und sich fragen, wer nun den besseren Part dieser Inszenierungen genießt?

Soweit zur Promenade von Camps Bay. Ruhiger, d. h. ohne Straßenverkehr und direkt am Atlantischen Ozean gelegen, geht es da im nur wenige hundert Meter entfernten „The Bungalow“ zu, der gerade für Renovierungsarbeiten geschlossen hat, um dann in der kommenden Saison im neuen und noch stilvolleren Gewande als „The best sundowner place in town“ die Tore wieder zu öffnen.

Wir werden es im November erleben und nicht nur wunderschöne Sonnenuntergänge genießen, sondern auch den einzigartigen Spirit fühlen, der mit dieser atemberaubenden Atmosphäre einhergeht.