Braai

Südafrikas Grillkultur

Eine Einladung zum Braai heißt Grillen mit Freunden und jede Menge Spaß!

Der 24. September ist Nationalfeiertag in Südafrika. Einst wurde dieser Tag zum Gedenken an den legendären Zulu König als Shaka Day gefeiert. Mit dem Ende der Apartheid wurde er zum Heritage Day ausgerufen, an dem die Vielfalt, Kultur und Tradition Südafrikas gefeiert wird. Eine Medienkampagne sorgte 2005 für Aufsehen, da sie den Feiertag zum National Braai Day ausrufen ließ, was nicht bei jedem Südafrikaner auf Zustimmung stieß. Daher wurde später die Kampagne in Braai4Heritage umbenannt und Erzbischof Desmond Tutu zum Schirmherrn erkoren. Er stellte seinerzeit treffend fest, dass es in Südafrika zwar elf offizielle Landessprachen gibt, jedoch nur ein Wort für diese traditionelle Form des Grillens: BRAAI.

So wartet also der kommende Mittwoch wieder landesweit mit zahlreichen Einladungen zu Braais auf. Ein typisches Braai beginnt mit dem Feuermachen und endet erst nach vielen Stunden. Dabei hat der Braai Master die Obhut über die Grillzange und bestimmt, wann das Fleisch zu wenden und wann es fertig ist. Neben der traditionellen Boerewors stehen Steaks vom Springbock, Kudu oder vom Rind, aber auch Lamb Chops auf der Liste. Allerdings steht im Mittelpunkt jedes Braais die Geselligkeit und die Freude am Feiern.

Ein köstlicher Begleiter zum Fleisch ist ein Butternut Kürbis, der beim Grillen aromatische Röststoffe entwickelt. Hier zwei Rezeptideen:

Einen kleinen Butternut Kürbis ungeschält mittig in zwei Hälften durchschneiden, die Kerne entfernen und mit einer Marinade füllen. Anschließend in Alufolie wickeln und direkt in die Grillkohle geben. Sobald er sich weich anfühlt, ist er essfertig und kann direkt aus der Kürbisschale gelöffelt werden. Der Kürbis kann auch geschält, in dicke Scheiben geschnitten und dann, in eine Marinade eingelegt, wie ein Steak gegrillt werden.

Marinade: Ähnlich wie zum Fleisch kann die Marinade für den Kürbis ganz nach Belieben zubereitet werden. Ich mische da gerne in das Olivenöl Ingwer, Knoblauch, Fenchel, Chili, Thymian, Oregano, Rosmarin, Nelken, Zimt, Kardamom, Zitronensaft, Ahornsirup und schmecke es dann je nach Laune schärfer oder süßlicher ab.

 

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